FANDOM


Carl Beuermann (* 11. April 1855 in Oberscheden; † 18. September 1937 in Hannover)[1] war ein deutscher Unternehmer,[2] Kommunalpolitiker und Schützen-Senator.[1]

Leben Bearbeiten

Margarine-Fabrik und Dampfmolkerei Carl Beuermann Bearbeiten

Datei:Margarine-Fabrik und Dampfmolkerei Carl Beuermann, Hannover, Rechnungsvordruck Rob. Leunis & Sohn, datiert 1896-06-09 Rechnungskopf.jpg
Datei:Beuermannstraße Hannover Senator Carl Beuermann 1855-1937, ab 1898 Bürgervorsteher-Senatro von 1902-1924, Verdienste um das Schützenwesen.jpg

Carl Beuermann war Inhaber der gleichnamigen Margarine-Fabrik und Dampfmolkerei Carl Beuermann in Hannover. Das Unternehmen hatte mit der Anschluss-Nummer 301 einen der ersten Fernsprechanschlüsse in Hannover.[2] Spätestens 1898 war die Firma „Mitglied der Vereinigung deutscher Margarinefabrikanten GmbH zur Wahrung der gemeinsamen Interessen der Margarine-Industrie und des Margarine-Handels“.[3] Die Produkte der Fabrik waren mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden:[2]

  • 1891: Silberne Medaille auf einer Ausstellung „unter Verbandstag N. W.“[2]
  • ebenfalls in den 1890er Jahren: Goldene Medaille vom Verein hannoverscher Köche, Allgemeine deutsche Kochkunst-Ausstellung.[2]

Kommunalpolitik und Schützenwesen Bearbeiten

1898 wurde der Unternehmer zum Bürgervorsteher gewählt. Von 1902 bis 1924 bekleidete er das Amt eines Senators.[1] Daneben hatte sich Carl Beuermann „Verdienste um das Schützenwesen“ erworben:[1] 1901 wurde Beuermann zum Vorsitzenden des Schützenverbandes Nordwestdeutscher Bezirksverein gewählt, bis dieser zur Zeit des Nationalsozialismus „1935 infolge Gleichschaltung, Unterstellung unter den Reichsbund für Leibesübungen und Neuordnung des deutschen Schützenwesens in verschiedene Gaue aufgeteilt wurde und ab 1936 aufhörte zu existieren“. Stattdessen wurde Carl Beuermann zum „Gausportleiter des Gaues 18 - Nordsee - ernannt.“[4] Nachfolge-Organisation des Nordwestdeutschen Bezirksvereins wurde der Niedersächsischer Sportschützenverband e.V..[4]

Beuermannstraße Bearbeiten

  • 1970 wurde ein Teil der ehemals Nordufer benannten Straße, die im Stadtteil Calenberger Neustadt zwischen der Ihme und dem Schützenplatz „von der Lavesallee zur Stadionbrücke“ führt, „nach dem Schützensenator ... umbenannt.“[1]

Literatur Bearbeiten

  • Erich Czwalinna: Der Nordwestdeutsche Bezirksverein. 1868–1935, in: Erich Czwalinna, Kurt Trump: 125 Jahre Niedersächsische Schützen im Deutschen Schützenbund 1868–1993. Eine geschichtliche Dokumentation über das deutsche Schützenwesen im niedersächsischen Raum, Niedersächsischer Sportschützenverband e.V. Hannover (Hrsg.), Hannover: Schlütersche, 1993. ISBN 3-87706-390-X, S. 49–60; hier: S. 53

Weblinks Bearbeiten

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Helmut Zimmermann: Beuermannstraße, in: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 40
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Vergleiche den Briefkopf der Margarine-Fabrik und Dampfmolkerei Carl Beuermann von 1896
  3. Vergleiche das Angebot von allesauspaper auf ebay.de; roter Stempel-Aufdruck auf einem Rechnungsbogen von 1898; HANNOVER, Rechnung 1898, Margarine-Fabrik und Dampfmolkerei Carl Beuermann
  4. 4,0 4,1 Erich Czwalinna: Der Nordwestdeutsche Bezirksverein ... (siehe Literatur)

Vorlage:Normdaten