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Erich Ludwig (* 14. Mai 1939 in Dortmund) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben Bearbeiten

Ludwig absolvierte eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Folkwang Universität der Künste.

Ludwig hatte Bühnenengagements u.a. in Hamburg, am Landestheater Hannover und lange Jahre in München. In der Spielzeit 1970/1971 trat er am Bayerischen Staatsschauspiel als Bedienter Just in Minna von Barnhelm (Premiere: November 1970, Cuvilliés-Theater), als Kevin in Die Küche von Arnold Wesker (Premiere: Januar 1971), als Diener Tranio in Der Widerspenstigen Zähmung (Regie: Otto Schenk, Premiere: April 1971), als Clov in Samuel Becketts Theaterstück Endspiel (Premiere: Mai 1971) und als Kamerad in Italienische Nacht von Ödön von Horvath (Premiere: Juli 1971) auf. In der Spielzeit 1971/1972 übernahm er am Bayerischen Staatsschauspiel den Wagner in Goethes Urfaust (Premiere: April 1972), die Rollen des Arkebusier und Deveroux in Wallenstein (Premiere: Juli 1972) und Nestor in Troilus und Cressida (Premiere: August 1972). In der Spielzeit 1972/1973 folgten der Narr Karl in Woyzeck (Premiere: November 1972) und der Bretschneider in Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Premiere: Dezember 1972). In der Spielzeit 1973/1974 übernahm er die Rolle des Hollarcut in dem Schauspiel Die See von Edward Bond (Premiere: November 1973); die Inszenierung wurde vom Fernsehen mitgeschnitten. Weitere Rollen in dieser Spielzeit waren Herr Serknitz in Das weite Land (Premiere: Januar 1974), Schüler in Faust (Premiere: März 1974) und Ede in Die Dreigroschenoper (Premiere: Mai 1974). In der Spielzeit 1974/1975 war er am Bayerischen Staatsschauspiel als Ted Ragg in Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (Premiere: April 1975) und als Bruder Martin Ladvenu in Shaws Die heilige Johanna (Premiere: Juni 1975) zu sehen. Weitere Rollen Ludwigs am Bayerischen Staatsschauspiel in den folgenden Jahren waren: Kümmerlicher in Herr Puntila und sein Knecht Matti (Spielzeit 1975/76; Premiere: September 1975), Christopher Mahon in Ein wahrer Held von John Millington Synge ((Spielzeit 1975/76; Premiere: Februar 1976), der Beichtvater in Geschichten aus dem Wienerwald (Spielzeit 1977/78; Premiere: März 1978), Bagot in Richard II. (Spielzeit 1977/78; Premiere: April 1978), Ruprecht in Der zerbrochne Krug (Spielzeit 1978/79; Premiere: April 1979), Nil in Kleinbürger von Maxim Gorki (Spielzeit 1979/80; Premiere: Januar 1980) und Nöjd in Der Vater von August Strindberg (Spielzeit 1980/81; Premiere: Dezember 1980).

In der Spielzeit 2003/2004 trat er am Münchner Volkstheater als Maximilian, Graf von Moor und als Pater in Schillers Schauspiel Die Räuber in einer Inszenierung von Christian Stückl auf.[1]

Seit den 1970er Jahren übernahm er auch Film- und Fernsehrollen. Er hatte u.a. Auftritte in Tatort-Produktionen mit Hansjörg Felmy. In dem Tatort-Krimi Schweigegeld (1979) spielte er, an der Seite von Liane Hielscher, den Bruder der Ehefrau eines getöten Einbrechers, der selbst unter Tatverdacht gerät.[2] 1989 hatte er eine Episodenrolle in der ZDF-Krimiserie Derrick.[3]

Ludwig ist umfangreich als Synchronsprecher tätig. Die Deutsche Synchronkartei führt fast 300 Synchronrollen Ludwigs. Er lieh seine Stimme u.a. Tom Skerritt, Tom Gallant, Malcolm McDowell, Alan Alda, Martin Landau, James Caan und Sylvester McCoy. Für Sylvester McCoy spricht er die Rolle des Radagast in der Filmtrilogie Der Hobbit (2012–2014). Außerdem sprach er mehrere Rollen in Star Trek].

Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in München.

Filmografie (Auswahl) Bearbeiten

  • 1974: Die See (Theateraufzeichnung)
  • 1976: Tatort – Fortuna III
  • 1979: Tatort – Schweigegeld[4]
  • 1979: Es begann bei Tiffany
  • 1979: Tatort – Die Kugel im Leib
  • 1981: Ein Fall für zwei
  • 1982: Die fünfte Jahreszeit
  • 1983: Satan ist auf Gottes Seite
  • 1984: Der Glücksritter, Die Abenteuer des Robert Curwich
  • 1985: Krimistunde
  • 1989: Derrick – Ein merkwürdiger Tage auf dem Lande
  • 1994: Die Gerichtsreporterin
  • 2012: Yoko

Literatur Bearbeiten

  • Verein der Freunde des Bayerischen Staatsschauspiels (Hrsg): ...dann spielten sie wieder. Das Bayerische Staatsschauspiel 1946–1986. Texte: Monika Faber. Dokumentation: Loni Weizert. Seite 220–237 (Dokumentation). München 1986. ISBN 3-765-42059-X

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Skriptfehler Abgerufen am Vorlage:FormatDate.
  2. Schweigegeld Produktionsdaten, Handlung und Besetzung. Abgerufen am 31. Dezember 2013
  3. Episode 182: Ein merkwürdiger Tag auf dem Lande Besetzung. Abgerufen am 31. Dezember 2013
  4. Skriptfehler Abgerufen am Vorlage:FormatDate.
Vorlage:Personendaten