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Die Neue Presse (NP) ist eine Tageszeitung für Hannover und Umgebung. Sie ist die Nachfolgerin der sozialdemokratischen Zeitung Volkswille.[1] Die NP erscheint in der Mediengruppe Madsack, die noch weitere Tageszeitungen und Wochenblätter in ganz Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Sachsen und Brandenburg herausgibt.

Beschreibung Bearbeiten

Verlagsgesellschaft Madsack Die Hannoversche Presse, aus der die Neue Hannoversche Presse (NHP) hervorging, war einst eine mit Kopfblättern bis nach Göttingen und Hann. Münden verbreitete Zeitung im Eigentum der SPD. Seit 1975 hält der Madsack-Verlag 100 % der Anteile an der Zeitung, die SPD ist über ihre Mediengruppe dd_vg noch mit 23,1 % am Madsack-Konzern beteiligt. 1978 erhält die Zeitung als Neue Presse ein neues Profil, um sich von dem Marktführer und Flaggschiff des Madsack-Konzerns, der Hannoverschen Allgemeine Zeitung, zu unterscheiden. Von ihrem Konzept her ist die NP etwa in der Mitte zwischen Boulevardzeitung und bürgerlicher Tageszeitung angesiedelt. Die Neue Presse hat eine eigene Vollredaktion. Die Artikel sind meist kürzer und in emotionaler, etwas einfacherer Sprache geschrieben als bei der bürgerlichen Schwesterzeitung HAZ. Es gibt große Schlagzeilen und zahlreiche Bilder, die aber weniger reißerisch als bei Boulevardmedien gehalten sind. Die Berichte zu Politik, Kultur und Wirtschaft sind knapp gehalten, dafür ist der Sportteil, wie bei einer Boulevardzeitung üblich, ausführlicher. NP und HAZ haben einen gemeinsamen Anzeigenteil. Anzeigen werden in aller Regel synchron in beiden Ausgaben gedruckt.

Chefredakteur der Neuen Presse ist seit Januar 2013 Bodo Krüger, der Harald John nachfolgte. Dieser war seit Juli 2007 Chefredakteur des Blattes. John wechselte 2013 als Chefredakteur in das Berliner Madsack-Büro.

Seit September 2007 ist die Redaktion der Neuen Presse im Medienzentrum an der Stiftstraße, in die Nähe des ehemaligen Redaktionssitzes der Hannoverschen Presse an der Goseriede, untergebracht. Nach dem Umzug aus dem eher abseits gelegenen Stadtteil Kirchrode in die City zeichnet sich die Neue Presse durch noch mehr Nähe zu Bürgern und Innenstadtthemen aus. Für ihre Serien aus den Stadtteilen und lokalen Wirtschaft gewann die Redaktion zuletzt mit den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2009 und 2010, für vorbildliche Gestaltung wurde die Neue Presse mehrfach mit European Newspaper Awards ausgezeichnet.

In der Region Hannover ist der Madsack-Konzern auf dem Gebiet der lokalen Zeitungen konkurrenzlos, da auch die zwei größten Anzeigenblätter zum Verlag gehören. Durch die Beteiligung der SPD am größten Medienkonzern Niedersachsens bezweifeln CDU-nahe Kreise manchmal, dass die Berichterstattung von NP und HAZ politisch unabhängig ist. Eine Einflussnahme der Partei ist allerdings nie bekannt geworden.

Außerhalb des Stadtgebietes liegen in der gesamten Region täglich sogenannte Heimatzeitungen den Gesamtauflagen von NP und HAZ bei. Diese Heimatzeitungen berichten ausschließlich über Städte und Gemeinden außerhalb Hannovers in der Region. Es gibt sechs Ausgaben, die um die Kernstadt bestimmte Gebiete abdecken. Es besteht ein Austausch zwischen den Redaktionen der Hauptblätter und diesen Heimatzeitungen, um Dubletten zu vermeiden. Die Heimatzeitungen erscheinen im Tabloid-Format. Im Stadtgebiet wird stattdessen einmal pro Woche der Stadt-Anzeiger (als Ausgaben Nord, Ost, Süd und West) beigelegt, der verstärkt das Geschehen in den einzelnen Stadtteilen beleuchtet.

Sowohl für jede der sechs Heimatzeitungen als auch für den Stadt-Anzeiger arbeiten eigene Vollredaktionen. Ein Erwerb ist jeweils nur im Verbund mit NP und HAZ möglich, zudem nur in den entsprechenden Gebieten, die die Zeitungen abdecken. So sind die Heimatzeitungen nicht in der Kernstadt, dafür der Stadt-Anzeiger nicht im Umland zugänglich.

Die Auflage der NP liegt täglich bei ca. 55.000, die der HAZ bei ca. 145.000 Exemplaren.

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

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Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Klaus Mlynek: Hannoversche Presse, in: Stadtlexikon Hannover, S. 262

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