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Olaf Wolters (* 15. Dezember 1971 in Langenhagen, Deutschland) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Lobbyist. Er war von 2005 bis 2011 Geschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU).[1]

Biographie Bearbeiten

Olaf Wolters wuchs mit vier Geschwistern in Hannover auf, wo er auch zur Schule ging. Sein Jura-Studium absolvierte er in Göttingen und Oslo. Nach dem Referendariat in Frankfurt am Main und [New York wurde er 2001 zur Anwaltschaft zugelassen. Nach vierjähriger Tätigkeit als Medienanwalt in Frankfurt am Main wurde er im Sommer 2005 zum Geschäftsführer des neu gegründeten Branchenverbands der Computer- und Videospielanbieter BIU berufen, den er bis September 2011 führte. Seit Oktober 2011 arbeitet er als Rechtsanwalt in der Kanzlei Boehmert & Boehmert in Berlin und Potsdam. Die Kanzlei ist spezialisiert auf das Recht des geistigen Eigentums sowie gewerblichen Rechtsschutz.

Berufliche Tätigkeit Bearbeiten

Als Gründungsgeschäftsführer des BIU baute Olaf Wolters zunächst die Geschäftsstelle sowie die Verwaltung des Verbands auf.[2] Von 2006 sowie 2009 führte er nach dem Amoklauf von Emsdetten sowie dem Amoklauf von Winnenden eine erbitterte Debatte mit der Politik um ein Verbot von Killerspielen. In Folge der politischen Auseinandersetzung um den Jugendschutz bei Computerspielen wurde die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle in Trägerschaft der Branchenverbände 2008 neu aufgestellt.[3] Den Abschluss der politischen Killerspieldebatte markierte eine Counter-Strike-LAN-Party im Deutschen Bundestag.[4]

Von 2005 bis 2011 war Olaf Wolters Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Rechtsausschusses der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). In dieser Zeit ging die GVU gegen die illegale Video-on-Demand-Seite kino.to vor, was schliesslich zur Abschaltung verschiedener Streaming-Portale führte.[5]

Kontrovers verlief dagegen der von Olaf Wolters für den BIU initiierte Umzug der deutschen Branchenmesse für Computer- und Videospiele von Leipzig nach Köln. Nach Auseinandersetzungen über die Ausrichtung der deutschen Branchenmesse Games Convention,[6] deren Träger der BIU war, verlagerte der Verband die Branchenmesse nach Köln, die dort seit 2009 als gamescom stattfindet.[7]

Als Rechtsanwalt befasst sich Olaf Wolters seit 2011 hauptsächlich mit Rechtsverletzungen im Internet und ist seit dem Wintersemester 2016 Lehrbeauftragter der Universität Paderborn für Medienrecht.

Einzelnachweise Bearbeiten

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  2. Skriptfehler In: Skriptfehler Vorlage:FormatDate, abgerufen am Vorlage:FormatDate.
  3. Skriptfehler In: Skriptfehler Abgerufen am Vorlage:FormatDate.
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  5. Skriptfehler In: Skriptfehler Abgerufen am Vorlage:FormatDate.
  6. Vorlage:Literatur
  7. Vorlage:Literatur
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